Wagashi – die süßen Köstlichkeiten aus der japanischen Küche

Süßigkeiten sind die kleinen Freuden des Alltags. Zwischendurch, beim Treffen mit Freunden oder der Familie und zu vielen schönen Anlässen sorgen die kleinen Köstlichkeiten im Nu für gute Laune und wundervolle Geschmackserlebnisse. Auch in der japanischen Küche sind einige tolle Süßwaren beheimatet, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Die traditionellen japanischen Süßigkeiten, welche Wagashi genannt werden, sind ein echter Gaumenschmaus. Sie bestehen aus rein natürlichen pflanzlichen Rohstoffen und sind dadurch deutlich gesünder als ihre Verwandten aus Amerika, Italien und Co. In Japan besitzen die Süßigkeiten, also die Wagashi, besonders schöne Namen. In der Regel handelt es sich dabei um die Bezeichnung einer Naturschönheit oder ein Wort, welches aus der klassischen japanischen Literatur stammt. Schon hier wird die positive Haltung und Wertschätzung gegenüber den süßen Snacks deutlich. Besonders bekannt sind beispielsweise die Reiscracker Senbei, die Mochi-Bällchen aus gestampftem Reis oder auch die Bohnenpaste Anko.

Die leckeren Wagashi kann man auch in Deutschland erwerben. Die bisher nur wenig populären Speisen aus Japan sind beispielsweise in Asiamärkten oder gut sortierten Onlineshops erhältlich. Alles, was man über die Leckereien wissen muss, wird in diesem Artikel beschrieben.

Zur japanischen Teezeremonie gehörende Wagashi

Zur japanischen Teezeremonie gehörende Wagashi

Die Geschichte der Wagashi

Seit wann es Wagashi in Japan gibt, ist nicht klar nachzuvollziehen, Sicher ist jedoch, dass sie schon sehr lange existieren – Ausgrabungen einer Jomon-Siedlung, bei denen Reste von gebackenen Keksen zum Vorschein kamen lassen vermuten, dass es sie vielleicht sogar gibt, seitdem Menschen in Japan leben!

Zu Beginn ihrer Herstellung wurden die japanischen Süßigkeiten noch nicht mit Zucker gesüßt, so wie es heute üblich ist. Stattdessen wurden die Wagashi mit frischen oder getrockneten Früchten, Suikazura oder auch Mizuame gesüßt. Besonders beliebte Früchte für einen süßen Geschmack waren Rosinen und getrocknete Kakifrüchte, die auch heute noch oft als Vergleichsmaßstab genutzt werden, der im Bezug auf die Süße erreicht werden sollte. In der heutigen Zeit wird der Wasanbon, eine besondere Zuckerart, für die Herstellung von japanischen Süßigkeiten verwendet. Dieser Zucker wird ausschließlich zu diesem Zweck angebaut und genutzt.

Die 3 Hauptgruppen der Wagashi

In Japan gibt es eine Unterteilung für die traditionellen Süßigkeiten. Aufgrund der sehr großen Anzahl an verschiedensten Wagashi ist diese Einteilung sehr hilfreich, um einen Überblick behalten zu können. Hierbei werden drei große Hauptgruppen unterschieden. Je nach Art der Verwendung, dem geschichtlichen Hintergrund und nach Art der Herstellung kann unterschieden werden. Ein Beispiel für diese Klassifizierung ist die Unterteilung nach dem Wassergehalt in Namagashi, also rohe und frische Süßigkeiten mit recht hohem Wassergehalt, Han-Namagashi, halbtrockene Süßigkeiten und zu guter Letzt die Higashi, die einen Wassergehalt von höchstens 10 Prozent besitzen.

Wann werden die japanischen Süßigkeiten gegessen?

Selbstverständlich kann man die Leckereien zu jeder Tages- und Nachtzeit essen, zu der es einem beliebt. Traditionell jedoch werden Wagashi zur japanischen Teezeremonie gereicht. Hier kommen vor allem die Okashi zum Einsatz, die den leicht bitteren Geschmack des grünen Tees ausgleichen sollen. Wer in der Lage ist, ein zur Jahreszeit besonders gut passendes Wagashi für die Teezeremonie auszuwählen, der gilt in Japan als besonders gebildet. Zu dickem Tee reicht man Omogashi aus roter Bohnenpaste, Zucker, Agar-Agar und Reismehl. Trinkt man dagegen einen dünnen grünen Tee, passt Higashi, ein bunt gefärbter Zuckerkuchen, besonders gut dazu.

In der heutigen Zeit sind die unterschiedlichen Sorten der Süßigkeiten selbstverständlich auch in Japan nicht mehr nur zur traditionellen Teezeremonie beliebt. Auch zu vielen Anlässen kann man die tausend verschiedenen Sorten essen, bei denen jeder seine persönlichen Vorlieben besitzt.

Die passenden Wagashi für jeden Geschmacks

Da es unzählige Sorten von Wagashi gibt, kann so gut wie jeder eine Sorte finden, die ihm schmeckt. Sieht man sich das bunte Angebot im Asia-Shop einmal genauer an, wird man mit Sicherheit fündig werden.

Typen von Wagashi, die es sich zu probieren lohnt, sind zum Beispiel:

Ichigo Daifuku

Ichigo Daifuku

 
matcha-mochi-cake

Matcha Mochi Cake

 
Melon Milk Mochi

Melon Milk Mochi

   
Mochi

Pink Mochi

 
daifuku

Daifuku

 
Kohaku-kan

Kohaku-kan

Neben diesen gibt es noch sehr, sehr viele weitere leckere Süßspeisen, die oft nicht nur sehr gut und süß schmecken, sondern auch ein besonderes Äußeres besitzen. Bei der Gestaltung der kleinen Kekse, Kuchen und Co wird oft viel Aufwand betrieben. Motive aus der Natur, wie Blumen, Blüten, Bäume und mehr sind besonders häufig auf ihnen zu finden.

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