So (un-) gesund ist Sushi: Diese Vitamine, Nährstoffe und Aminosäuren enthalten Maki und Nigiri

Jeder, der Sushi mag, wird sofort sagen, dass dieses asiatische Fingerfood gesund ist. Doch um dies zu bestätigen, muss man sich die verschiedenen Komponenten von Sushi genauer anschauen.    

1. Fisch und Meeresfrüchte

Zu den Hauptzutaten für ein leckeres Sushi zählen Fisch und Meeresfrüchte. Diese sind reich an hochwertigem tierischen Eiweiß und werden vom menschlichen Organismus für verschiedene Stoffwechselprozesse und zum Aufbau der körpereigenen Eiweiße benötigt. So enthält Fisch Jod, ein Hormon der Schilddrüse und diverse Vitamine. Insbesondere ist hier das Vitamin D zu nennen. Außerdem gehören Fisch Meeresfrüchte zu den Lebensmitteln mit dem höchsten Gehalt an Aminosäuren. Aminosäuren sind die Voraussetzung sämtlicher Vorgänge im menschlichen Körper und unentbehrlich für Stoffwechselvorgang.
Des Weiteren ist Fisch ein guter Lieferant für Omega-3-Fettsäuren. Dies sind in ausreichender Menge im Gehirn und den Nervenzellen vorhanden und senken somit das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung.

2. Reis

Für den Sushi Reis wird weißer Reis in Kombination mit Zucker, Salz und einer Essigmischung genutzt. Die weißen Reiskörner werden nach der Ernte geschliffen und poliert. Aus diesem Grund enthalten sie im Vergleich mit braunem Reis kaum noch Mineralstoffe, Ballaststoffe und Vitamine. Der weiße Reis ist leicht und schnell verdaulich, sodass der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr rasch nach oben geht, aber ebenso schnell wieder abfällt. Die Folge sind Attacken von Heißhunger. Zudem steht weißer Reis im Verdacht, Herzprobleme und das Risiko für Diabetes Typ 2 zu erhöhen.

3. Noriblätter

Für eine Sushi-Rolle benötigt man Nori-Blätter, die das Ganze zusammenhalten. Die Nori-Alge steckt voller wichtiger Nährstoffe wie Zink, Jod und den Vitaminen A, C, E und B12. Des Weiteren sind die Nori-Blätter fettfrei und reich an sättigenden Ballaststoffen sowie an Eiweiß. Mithilfe der Nori-Blätter kann man den Cholesteringehalt im Blut senken. Zusätzlich weist die Nori-Alge eine anti-kanzerogene Wirkung auf. Jedoch weißen die geringen Mengen der Nori-Blätter, die man für Sushi benötigt nur eine untergeordnete Rolle auf, wenn es um die gesunden Inhaltsstoffe geht.

4. Sojasauce

Egal, ob Maki, Sahimi oder Nigiri, das beliebte asiatische Fingerfood wird extrem in Sojasauce getunkt. Die traditionell hergestellte Sojasauce enthält eine Reihe von wertvollen Nährstoffen. Dies sind Aminosäuren und viel Eiweiß, jedoch kein Fett und nur ganz wenige Kalorien. Des Weiteren hat die dunkle Sojasauce zehnmal mehr Antioxidantien als ein Rotwein. Hierzu müsste man Sojasauce jedoch Glasweise zu sich nehmen. Allerdings muss man an den Salzgehalt der Sojasauce denken, denn dieser liegt im Schnitt bei 13 %. Als natürliches Würzmittel ist echte Sojasauce jedoch immer noch besser geeignet als pures Salz. Vorsicht sollte man jedoch bei den industriellen Sojasaucen walten lassen. Diese enthalten sehr oft Konservierungsstoffe, künstliche Geschmacksverstärker und Farbstoffe. Hier reicht meist schon ein Blick auf die Zutatenliste.

5. Wasabi

Wasabi gehört unbedingt zu Sushi. Diese scharfe und grüne Gewürzpaste wird meist auch als japanischer Meerrettich bezeichnet. Botanisch gesehen gibt es jedoch keine Gemeinsamkeiten zwischen Meerrettich und Wasabi. Zur Herstellung wird in erster Linie die Wurzel der Pflanze verwendet. Wasabi enthält große Mengen an Senfölglycosiden, ein sekundärer Pflanzenstoff, der das Krebsrisiko senken kann und zudem eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung hat. Die meisten industriellen Wasabi Produkte sehen zwar aus wie das Original, haben aber kaum etwas mit diesem gemein. Nur wenig echter Wasabi ist hier zu finden. Jedoch zum grün färben Chlorophyll oder Spirulina-Konzentrat.

6. Eingelegter Ingwer

Zum Sushi wird auch immer Gari, der eingelegte Ingwer serviert. Dieser soll zwischen den einzelnen Sushi immer wieder den Geschmack neutralisieren. Ingwer kann jedoch noch mehr. Er enthält viel Kalium, Magnesium und Mangan, was den Stoffwechsel ankurbelt und auch Reiseübelkeit mindern kann.

Achtung vor Bakterien und Parasiten

Da für Sushi in erster Linie roher Fisch verwendet wird, steigt mit jeder Portion das Risiko einer Verunreinigung mit Bakterien und Parasiten deutlich an. Nicht selten werden in kontaminierten Sushi Fadenwürmer, Vibrionen, Fischbandwürmer und Salmonellen nachgewiesen. Gerade für empfindliche Personen kann dies zu einer Gesundheitsgefahr werden. Gefährdet sind in erster Linie Schwangere, Kleinkinder bis 5 Jahre und ältere Menschen. Auch Personen mit einem schwachen Immunsystem laufen hier Gefahr. Das körpereigene Immunsystem kann gegen die Gefahr nicht ankämpfen. Aus diesem Grund rät das Bundesinstitut für Risikobewertung, dass dieser Personenkreis Fisch und Meeresfrüchte nur gut durch erhitzt genießen sollte. Daher sollte man Sushi nur bei seriösen Anbietern kaufen und verzehren. Eine Alternative stellt das vegetarische Sushi oder frittierte Variante dar. Vor dem Verzehr sollte man die Sushi immer von Geruch und aussehen testen.
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