Sushi: gesund oder ungesund?

Grundsätzlich gilt Sushi als Schnellgericht als gesund. Es liegt an den frischen Zutaten und den Inhaltsstoffen, die Sushi als gesunde Speise wirken lassen. Die Grundbestandteile eines frischen Sushigerichts sind:

  • roher Fisch
  • Reis
  • Gemüse
  • Norialgenblätter
Allerdings hängt die Beurteilung, ob eine spezielle Sushispeise auch tatsächlich gesund ist, von weiteren Gegebenheiten ab. Eine falsche und fehlerhafte Zubereitung kann dazu führen, dass das Gericht nicht als gesundheitsfördernd angesehen werden kann. Auch verunreinigte und überlagerte Zutaten im Sushi sind nicht gesund.  

Was ist Sushi und woher kommt es?

Sushi ist das Nationalgericht in Japan. Seit Jahrhunderten wird in der Region Sushi gegessen und hinsichtlich der Zubereitung hat es kaum Rezeptveränderungen gegeben. In einem getrockneten Norialgenblatt wird Reis mit Fisch und Gemüse eingerollt und danach in Scheiben geschnitten. Der Reis wird mit Essig zubereitet und dadurch verfeinert. Die Sushischeiben werden mit Wasabi, Ingwer und Sojasauce serviert. Zahlreiche Sushi-Rezepte wurden mittlerweile zubereitet, wobei sich Futomaki, Nigiri, Sashimi und Uramaki bewährt haben.

 

Wie gesund ist roher Fisch im Sushi?

Sushi beinhaltet als Fisch- und Meeresfruchtarten Lachs, Garnelen, Makrelen, Krabben oder Thunfisch. Der verarbeitete Fisch besteht aus tierischen Eiweißen, Vitaimin D, Omega-3 Fettsäuren und Jod, die für den Menschen sehr gesund sind. Der Stoffwechsel wird hierdurch gefördert und körpereigene Eiweiße werden aufgebaut. Weiterhin wird die Schilddrüse unterstützt und die Konzentrationsfähigkeit wird gefördert. Darüber hinaus wird der Herz-Kreislauf gestärkt.  

Ist der Essig-Reis im Sushi gesund?

Brauner Reis ist für den Menschen gesund, weil er nach der Ernte nicht geschliffen und poliert wird. Somit enthält der braune Reis noch zahlreiche Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe. Für Sushi wird der Reis mit Essig, Salz und Zucker zubereitet. Oftmals wird allerdings weißer Reis gekocht. Dieser enthält die gesunden Inhaltsstoffe aufgrund der Verarbeitung nicht mehr. Darüber hinaus ist weißer Reis schneller verdaulich und hält nicht lange vor. Vielmehr lässt weißer Reis den Blutzuckerspiegel kurzfristig in die Höhe schnellen.

 

Sind die Nori Algenblätter im Sushi gesund?

Optisch hübsch und funktionell sind die Algenblätter, mit denen Sushi zubereitet wird. Immerhin werden alle frischen Zutaten hierin eingewickelt und zusammengehalten. Die Blätter haben sehr wichtige Nährstoffe, die für Menschen gesund sind. Hierzu zählen Jod, Zink und die Vitamine A, B 12, C und E. Die vollkommen fettfreien Blätter sättigen aufgrund ihrer Ballaststoffe und enthalten viel Eiweiß. So senken die Blätter das Cholesterin des Menschen. Allerdings sind alle Bestandteile in den Norialgenblättern nur in einer sehr geringen Menge enthalten, die für positive Eigenschaften insgesamt nicht ausreichen.

 

Sind Ingwer, Wasabi und Sojasauce für Menschen gesund?

Ingwer beinhaltet viele Mineralstoffe, wie beispielsweise Magnesium, Kalium und Mangan, mit denen der Stoffwechsel des Menschen angekurbelt wird. Der für Sushi verwendete Ingwer ist eingelegt und heißt Gari. Er neutralisiert den Geschmack beim Genuss verschiedener Sushirollen. Wasabi ist eine Paste, die aus den Pflanzenwurzeln hergestellt worden ist. Die Inhaltsstoffe der Wurzeln haben auf den Menschen eine antibakterielle Wirkung. Die Paste ist grün und scharf. In der Paste sind Senfölglycoside enthalten, die das Krebsrisiko senken sollen. Sojasauce besteht aus Aminosäuren und Eiweiß, enthält kein Fett und ist kalorienarm. Die in der Sauce enthaltenen Antioxidantien haben einen sehr positiven Effekt auf den menschlichen Körper. Industrielle Herstellungsformen von Sojasauce und Wasabi verhindern allerdings die positiven Effekte der Inhaltsstoffe, weil sie mit weiteren Geschmacksverstärkern und Inhaltsstoffen versehen sind. Insofern können nur Originalprodukte die positiven Inhaltseigenschaften entfalten.  

Risiko Verzehr von Sushi

Risiken beim Sushigenuss können sich zum einen aus Bakterien und Parasiten ergeben, die im Fisch enthalten sind. Hier finden sich bisweilen Fadenwürmer, Fischbandwürmer, Vibrionen oder auch Salmonellen. Schwangere, Kleinkinder und Säuglinge und ältere oder kranke Personen sollten aus diesem Grund besser kein Sushi verzehren, weil es gesundheitsschädlich sein kann. Durch die Erreger entsteht im Körper eine mikrobielle Infektion, die von körpereigenen Abwehrkräften dieser Personen nicht bekämpft werden können. Nur erhitzter Fisch kann hierbei Abhilfe schaffen. Das Erhitzen oder auch Einfrieren lässt die Bakterien und Parasiten absterben. In den Fisch geraten die Parasiten und Bakterien durch eine nachlässige Hygiene beim Fischfang oder bei der Fischverarbeitung. Gleichzeitig führt eine Verunreinigung der Meere zu einer hohen Quecksilberbelastung der Fische und damit in der Nahrungskette auch des Menschen. Hiervon ausgenommen sind beispielsweise als Fischart Lachse und Aale. Auch Meeresfrüchte, wie beispielsweise Krabben, weisen kaum Rückstände von Quecksilber auf.

   

Fazit

Damit der Sushigenuss auch gesund ist, sollte Sushi mit braunem Reis gegessen werden. Wer sein Sushi nicht selbst zubereitet, sollte es nur in einem Restaurant seines Vertrauens essen. Günstig wirken sich auf das körperliche Wohlbefinden Sushigerichte mit einem geringen Reisanteil aus. Und auf fetthaltige Saucen sollte beim Sushiessen besser verzichtet werden. Letztlich kann die Quecksilberbelastung für den Körper verhindert werden, wenn Lachs, Garnelen oder auch Aal im Sushi verwendet wird. Alle Zutaten sollten zudem frisch sein und auch frisch zubereitet werden. Dann steht einem gesunden Sushigenuss nichts mehr im Weg.
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